Allgemein

Grundsätzlich werden für alle „Senioren“ oder diejenigen, die sich dieser Altersgruppe zugehörig fühlen, die Behandlungen angeboten, die Sie auch in der Rubrik „Erwachsene“ finden!

Dennoch gibt es aufgrund der erhöhten Inzidenz allgemein-gesundheitlicher Einschränkungen, der vermehrten Einnahme von Medikamenten und leider auch der größeren Anzahl bereits verloren gegangener Zähne im Seniorenalter, einige Themen, die hier gesondert dargestellt oder nochmal auf andere Art und Weise veranschaulicht werden.

Medikamente

Bitte teilen Sie uns bei Ihrem ersten Besuch mit, welche Medikamente Sie regelmäßig einnehmen. Eine Medikamentenliste kann hilfreich sein! Informieren Sie uns bei Ihren weiteren Besuchen bitte auch über Änderungen in Ihrer Medikation oder Ihres allgemeinen Gesundheitszustands. Bei Unklarheiten nehmen wir mit Ihrem Einverständnis gerne Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf, um etwaige Behandlungskomplikationen auszuschließen.

Parodontitis in Wechselwirkung mit dem Organismus

Eine unbehandelte Parodontitis kann nicht nur zu Zahnfleischschwund, Zahnlockerung und Zahnverlust führen – sie wirkt sich auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus. Die ständige Bakterienbesiedlung in den Zahnfleischtaschen ist ein Risikofaktor für die übrigen Körperorgane und sollte daher eingedämmt werden. Vor allem Patienten mit Herzklappenersatz oder künstlichem Hüft- oder Kniegelenk, sollten regelmäßig zum Parodontitis-Check erscheinen. Damit im Zusammenhang steht auch, dass die Parodontitis mittlerweile als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezählt wird.

Des Weiteren ist der wechselseitige negative Einfluss zwischen Parodontitis und Diabetes Mellitus in vielen Studien nachgewiesen. Diabetiker haben ein dreifach erhöhtes Risiko an Parodontitis zu erkranken. Andersherum steigt mit der Tiefe der Zahnfleischtaschen und einem erhöhten Entzündungsgrad der HbA1c-Wert bei Diabetikern.

Implantologie im Alter

Sofern der allgemeine Gesundheitszustand, der Mundhygienestatus und die Knochensubstanz es zulassen, lassen sich auch bei älteren Patienten Implantatversorgungen realisieren. Das gilt sowohl für einzelne Implantatkronen als auch implantatgetragene Brücken und Prothesen. Im Vergleich zu rein schleimhautgetragenen Prothesen, bieten implantatgetragene Prothesen oder Brücken mehr Tragekomfort und eine bessere Kaufunktion – fast wie beim echten Zahn. Das führt bei vielen Patienten eindeutig zu einer besseren Lebensqualität. In Einzelfällen lassen sich auch bereits vorhandene Prothesen mit Implantaten stabilisieren, sodass Sie wieder mehr Halt und Biss haben.

Festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz?

Unter festsitzendem Zahnersatz versteht man Kronen oder Brücken, die auf den echten Zähnen oder Implantaten befestigt werden. Mit so einer Versorgung lässt sich das bestmögliche Kaugefühl erzielen. Sollten nur wenige Zähne im Gebiss fehlen, lässt sich das in der Regel auch umsetzen.

Für Patienten mit mehreren fehlenden Zähnen und starkem Knochenrückgang jedoch, kann eine herausnehmbare Prothese, z.B. eine Teleskopprothese, die langfristigere Lösung sein. Auch damit kann ein stabiles Kaugefühl erzeugt werden. Zur Reinigung muss der Zahnersatz allerdings herausgenommen werden.

Prothesenreinigung

Bakterielle Beläge setzen sich nicht nur an der Zahnoberfläche fest, sondern genauso am Prothesenkunststoff. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen neben der Professionellen Zahnreinigung die Möglichkeit, Ihre Prothese in der Praxis gründlich reinigen zu lassen.

Für Sie zu Hause gilt:

  1. Nach jeder Mahlzeit die Prothese unter fließendem Wasser abspülen.
  2. Morgens und abends mit einer separaten Zahnbürste und Handseife oder Spüli gründlich die Prothese reinigen.
  3. Die Prothese 1-2x pro Woche für 5 Minuten ins Ultraschallbad legen (ggf. mit Prothesenreinigungszusätzen).