Vorsorge

Wir begleiten die Mundhygiene Ihrer Kinder vom ersten Milchzahn bis zum vollständigen Erwachsenengebiss (und natürlich darüber hinaus). Dabei ist es besonders wichtig, richtiges und regelmäßiges Zähneputzen zu erlernen, schädliche Ernährungsgewohnheiten zu vermeiden und Karies oder Fehlentwicklungen der Zähne frühzeitig zu erkennen. Wir helfen Ihnen dabei gerne!

Zum Thema „Vorsorge“ gehört auch, dass sich die Kinder von Anfang an an das Umfeld „Zahnarztpraxis“ gewöhnen. Der Zahnarztbesuch sollte das Normalste auf der Welt sein. Bringen Sie Ihr Kind daher auch gerne zu Ihren eigenen Kontrollterminen mit.

Früherkennungs-Untersuchungen

Die Früherkennungs-Untersuchungen (FU1, FU2, FU3) beim Zahnarzt sollten ab dem 6. Lebensmonat stattfinden und ergänzen die Untersuchungen U5, U6 und U7 beim Kinderarzt gemäß dem Kinder-Untersuchungsheft.

Wie der Name schon sagt, dienen diese Untersuchungen der frühzeitigen Erkennung von Plaquebefall, Karies, Gingivitis, Fehlbildungen oder Angewohnheiten, welche die Ausbildung von Ober- und Unterkiefer negativ beeinflussen können.

Weiterer wesentlicher Inhalt dieser Termine sind die Aufklärung über Mundhygienemaßnahmen, das Erlernen der richtigen Zahnputztechniken und die Beratung zum Thema zahngesunder Ernährung und Einbeziehung der gegebenenfalls notwendigen Fluoridierungsmaßnahmen.

Milchzähne, Wechselgebiss und Weisheitszähne

Bereits ab dem sechsten Lebensmonat zeigen sich die ersten Milchzähne in der Mundhöhle. In etwa bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres sollte das Milchgebiss mit 20 Zähnen komplett sein.

Zwischen dem sechsten und neunten Lebensjahr findet die erste Wechselgebissphase statt, zwischen dem neunten und zwölften Lebensjahr die zweite Wechselgebissphase. Dabei werden die Milchzähne nach und nach durch die bleibenden Zähne ersetzt. Es ist ausgesprochen wichtig, die bleibenden Zähne von Beginn an gründlich zu putzen! Bis zum 13. Lebensjahr sollten alle 28 bleibenden Zähne vorhanden sein. Bei manchen Kindern geht es schneller, bei manchen langsamer – das ist ganz normal!

Wir beobachten die verschiedenen Phasen des Zahndurchbruchs im Rahmen der ab dem sechsten Lebensjahr halbjährlich stattfindenden Kontrolltermine und achten darauf, dass alle Zähne rechtzeitig ihren Platz im Zahnbogen finden.

Die anschließende Entwicklung der vier Weisheitszähne werden wir genau beobachten und beurteilen, ob eine funktionelle Eingliederung in die Zahnreihe möglich ist oder nicht.

Fissurenversiegelung

Die Zahnfissuren sind die „Täler“ zwischen den Zahnhöckern und lassen sich leider nur schwer reinigen. An diesen Stellen bildet sich daher häufig die erste Karies. Deswegen werden die bleibenden Zähne möglichst bald nach dem Zahndurchbruch mit Fissurenversiegelungen versorgt.

Die Fissurenversiegelung ist eine Füllung – allerdings ohne vorher Bohren zu müssen – mit einem extrem dünnfließenden Komposit. Dieses fließt in die Fissur und wird dort mit Licht ausgehärtet. So können sich an diesen Stellen keine Nahrungsreste und Bakterien mehr absetzen und die Oberfläche der Fissur ist leichter zur Reinigung zugänglich.

Füllungen

Die Versorgung kariöser Läsionen (also „Löcher“) bei Milchzähnen ist ausgesprochen wichtig, um die Anzahl der Kariesbakterien in der Mundflora frühzeitig zu reduzieren und ein „Übergreifen“ der Karies auf die ab dem sechsten Lebensjahr durchbrechenden bleibenden Zähne zu vermeiden.

Für Milchzähne verwenden wir neben Kompositen auch gerne Glasionomerzemente, da sich diese einfach und schnell applizieren lassen (somit eine angenehm kurze Behandlungszeit für Ihr Kind ermöglichen) und für die Lebensdauer eines Milchzahnes ausreichend stabil sind.

Überweisung zum Kieferorthopäden

Bei jeder Kontrolle wird überprüft, ob eine natürliche Bisslage besteht und ob sich die Zahnbögen harmonisch ausformen. Sobald etwaige Fehlentwicklungen zu erkennen sind, werden wir Ihr Kind an einen Kieferorthopäden empfehlen. Als Spezialist wird der Kieferorthopäde dann die weitere Behandlung planen und auch abschätzen können, ob und wann eventuell eine Zahnspange getragen werden muss.